Es ist uns ein großes Anliegen, dass die Eltern und Schüler rechtzeitig über ihre schulische bzw. berufliche Möglichkeiten informiert werden und zwar bereits beim Übergang von der Grundschule in weiterführende Schulen.
Ressourcen
- Große Sorge bereitet dem LSB das Defizit bei der Unterrichtsversorgung im beruflichen Schulwesen. Wir unterstützen die Ausbildungsbetriebe in ihrer berechtigten Forderung, den schulischen dualen Partner quantitativ und qualitativ personell optimal auszustatten. Dies gilt in gleicher Weise auch für die beruflichen Vollzeitschulen. Davon hängt entscheidend die Qualität der beruflichen Ausbildung ab. Deshalb sollte mit einem klaren Zeitplan das Defizit an Deputaten im Bereich der beruflichen Schulen ausgeglichen werden.
- Dieses Defizit abzubauen ist von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung. Die beruflichen Teilzeit- und Vollzeitschulen ermöglichen jungen Menschen Bildungs- und Ausbildungschancen in verschiedenen beruflichen Bereichen. Um unterschiedliche Kompetenzen junger Menschen zu fördern, muss sowohl der Pflichtbereich als auch der Ergänzungsbereich berücksichtigt werden.Dazu zählen u.a. Zusatzangebote für schwache und starke Schülerinnen und Schüler und auch der musisch-künstlerische sowie der sportliche Bereich. Trotz rückläufiger Schülerzahlen muss ein Maximum wohnortnaher Beschulung erhalten bleiben.
Ausbau beruflicher Gymnasien
- Um Schülern mit einem mittleren Bildungsabschluss Wege zum Abitur zu eröffnen, ist der Ausbau der beruflichen Gymnasien von großer Wichtigkeit. Die Ausweitung der Profile der beruflichen Gymnasien sollte erweitert werden, um unterschiedlichen Neigungen zu entsprechen, z.B. „Umwelttechnologie“ am technischen Gymnasium oder „Internationale Wirtschaft“ am Wirtschaftgymnasium.
- Um die Chancen einer freien Schul- und Berufswahl für junge Menschen noch stärker zu öffnen, ist eine konsequente und kontinuierliche Information und Beratung über Karrierewege mit einer dualen Ausbildung und/oder einer weiterführenden Schulbildung dringend erforderlich ( Verweis auf ein-schlägige Arbeitspapiere des LSB ). Nur so können Schülerinnen und Schüler begabungs- und neigungsgerecht gefördert werden.
Anschlüsse optimieren
- Im Übergang von allgemeinen Schulen zu beruflichen Vollzeitschulen müssen die Bildungspläne besser abgestimmt werden.
- Zwischen allgemeinen Schulen und beruflichen Schulen müssen frühzeitig Kooperationen stattfinden, um Eltern, Schülerinnen und Schüler zu beraten und geeignete Wege und Möglichkeiten für die berufliche Ausbildung zu planen.
- Dazu müssen die Lehrerinnen und Lehrer durch gemeinsame Fortbildung befähigt werden.
Stärkung der Schüler in Übergangsystemen
- Ausbau 2-jähriger Berufsausbildung mit Kammerprüfung wie z.B. im Berufsschulzentrum in Radolfzell, Schneiderin/Schneider (Kammerprüfung Handwerkskammer), an der Hohentwiel-Gewerbeschule in Singen Maschinenanlageführerin oder Maschinenanlageführer (Kammerprüfung IHK).
- Ziel muss es sein, die schulischen Übergangssysteme immer stärker an das duale System heranzuführen. Damit kann die Integration dieser Schülergruppe in das Beschäftigungssystem entscheidend verbessert werden. Um diese anspruchsvolle Aufgabe zu erfüllen, müssen die Netzwerke zwischen Schulen und Betrieben kontinuierlich ausgebaut werden.
Stärkung der dualen Ausbildung
- Nach Ansicht des LSB muss Englisch als Regelfach in der dualen Ausbildung verpflichtend eingeführt werden. Das bedeutet, dass künftig die Berufsschule 14 Unterrichtsstunden anstatt wie bisher 13 Unterrichtsstunden benötigt.
- Die Internatskostenregelung für Auszubildende in zentral beschulten Berufen muss erhöht werden, um mehr Ausbildungsbereitschaft zu erreichen.
Sehr geehrte Frau Vorsitzende, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Landtags, ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit.
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